oktober 98
beiträge text audio
listen to 04.10.98 - 60 min
convex tv.
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sister iodine - start with a cluster
Martin Conrads ...Sister Iodine stellen die folgenden Dinge her und dar: Signalstörung, Schlagzeugsolo, elektrisch-orgelnde Tonschleife, gelegentliche Stimme, Telekommunikationsandeutung, hier und da mal ein 80er Baßlauf - insgesamt also ist dieses Jungensding im weitesten als atmosphärischer Klang verstehbar, und wenn man sich nun eine Paket aus postindustriellem Japannoise, US-Improvisation und neueuropäischer Digitalforschung denkt, stecken Sister Iodine darinnen...
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peter l. berger: die grenzen der gemeinschaft
Ulrich Gutmair Man muß sich klarwerden: Was ist ein schwarzer Tiroler? Und damit meine ich nicht einen Tiroler, der die österreichische Volkspartei wählt, sondern einen Tiroler mit schwarzer Hautfarbe. Jemand, der in Innsbruck geboren ist, nur deutsch spricht mit Tiroler Akzent und österreichischer Staatsbürger ist: Was ist dieser Mann? Diese Frage führt dann aber direkt zur Frage: Was ist denn eigentlich ein Österreicher? Wer sind wir? Also wie wird die Gemeinschaft, die im Nationalstaat verkörpert ist, definiert? Und das ist nicht eine Frage für verrückte Faschisten rechtsaußen, sondern eine Frage, die die ganze Gesellschaft beantworten muß"...
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rirkrit tiravanija. kochtöpfe zu radios.
Stefan Schreck ...Weder das Rehearselstudio noch die Installation in Berlin wollen ein auratisches Kunstwerk sein, sondern eher künstlich geschaffene Situationen, in denen über die Musik verbale und non-verbale Kommunikation möglich wird. Ob Tiravanija die Besucher bekocht, wie in seinen früheren Installationen, oder ihnen Musikinstrumente zur Verfügung stellt, immer soll seine Arbeit erst während des Events entstehen und im wesentlichen von den Beteiligten gestaltet werden. Im gerade eröffneten Pavillion von Dan Graham in den Berliner Kunstwerken erklärte Tiravanija, warum er diese Form in seinen Arbeiten immer wieder sucht...
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malcolm mcLaren - ab ins archiv.

Chris Flor ...Die Zeile „I want to be an anarchist“ ist die erste klare Selbstdefinition von Punk, inklusive seiner Strategie. Das „Ich möchte sein“ reduziert Ideologie auf Lifestyle, verbindet sie mit Mode und Sound zu einem Häppchen, das sich dem Markt zum Fraß vorwirft, der dann daran am besten ersticken soll. Doch der Markt verschluckt sich nur kurz, klopft sich selbst auf den Rücken und demonstriert dann erstmal seine Gleichgültigkeit gegenüber Form wie Inhalt des neuen Produktes. Punk verkauft sich und wird verkauft...
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make alias
convex tv. für die plattform (berlinbiennale)
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oktober spezial
basel, börse - encoder loop: comm_x_change'98 convex tv. spins records, scratchs, drops samples and abuses chris flor's drumcomputer.